Zeitenwenden sind Herausforderungen. Sie sind experimentell und bunt. Das gilt auch für eine der spannendsten Übergangszeiten der Musikgeschichte, den Umbruch zwischen Renaissance und Barock. In ihrer Festa Barocca feiern der Schwetzinger Residenzkünstler Jörg Halubek und sein Ensemble il Gusto Barocco die Vielfalt und die Extreme der Musik um 1600. Eine der damaligen Lichtgestalten ist Giovanni Gabrieli: Er komponiert nicht nur für Instrumente, sondern auch für Räume, ihm geht es um Überwältigung und um Repräsentation. Daneben gibt es Werke von Merulo, Biber, Bertali, Pandolfi Mealli, Marini und Scheidt; polyphone Stücke sind ebenso dabei wie opernhafte Expressivität. Über dem neuen Generalbass der Barockzeit, über den strengen Formgerüsten von Passacaglia und Ciaccona ist befreites, virtuoses Singen möglich. Die Musik wird emotional und individuell: ein Ausdruck des Menschen und des Menschlichen. Komponierte Klänge werden zum Spiel, das wir zuhörend mitspielen. Und in ihrer neuen Autonomie streben Melodie und instrumentale Begleitung nach jener harmonischen Vollendung, die wir schön nennen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Una Festa Barocca
1. Mai 2026 | 19:30 - 21:15

Una Festa Barocca
Programm
Mehrchörige Instrumentalwerke von Giovanni Gabrieli, Biagio Marini, Samuel Scheidt und anderen

