Mit Agostino Steffanis Barockoper Henrico Leone steht erneut eine Entdeckung der Stuttgarter Operngeschichte im Mittelpunkt.
Zudem spielen wir erstmals im Wilhelma Theater, dem 1840 für König Wilhelm I. errichteten und ältesten Theaterbau Stuttgarts.
Bereits 2022 haben wir mit Johann Sigismund Kussers Adonis eine vergessene Stuttgarter Oper wieder zum Klingen gebracht. In seiner Zeit als „Operndirektor“ (1698–1702) formte Kusser die Stuttgarter Hofmusik zu einem europäischen Zentrum. Französischer Lully-Stil, italienische Opern von Agostino Steffani und Giuseppe Giannettini sowie eigene deutschsprachige Werke verbanden sich hier zu einem einzigartigen musikalischen Profil.
Im Jahr 1701 brachte Kusser ein besonders bemerkenswertes Werk auf den Stuttgarter Spielplan: Mechtilde. Steffani hatte die Oper bereits 1689 zur Neueröffnung des Opernhauses in Hannover komponiert, wo sie unter dem italienischen Titel Henrico Leone aufgeführt wurde. Die deutschsprachige Fassung, die für Stuttgart entstand, ist heute verloren. Mit einem Symposium und einer eigens erarbeiteten Neufassung wollen wir uns diesem faszinierenden Kapitel der Stuttgarter Operngeschichte nähern und die musikalische Welt um 1701 wieder lebendig werden lassen.
Ein zweiter Schwerpunkt unserer neuen Saison ist die Musik Johann Sebastian Bachs. Sie begegnet Ihnen in Instrumentalkonzerten zur Saisoneröffnung, in unserem Weihnachtskonzert mit galanter Gamben- und Flötenmusik, bei der diesjährigen Orgelexkursion zur „Bach-Orgel“ in Ansbach und schließlich in unserem Nachwuchswettbewerb Nuovi talenti, der sich in diesem Jahr ganz dem Thema Bach widmet.
Viel Freude beim Durchstöbern und auf bald in unseren Konzerten!